Neben dem familiären Umfeld bildet die Gemeinde die zweite wichtige Lebenswelt von Kindern. Daher ist für Kinder und Familien, aber auch für eine verantwortungsvolle Gemeinde(-politik) von großer Bedeutung, wie die Bedürfnisse von Kindern und Familien wahrgenommen werden.

Vielfach werden diesbezügliche Entscheidungen noch immer aus der Sicht der Erwachsenenwelt betrachtet und nach dem Motto „wir Erwachsene wissen schon was Kinder brauchen“ getroffen. Doch mehr und mehr setzen sich auch in diesem Bereich Entwicklungen durch, die Kinder und Familien aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden und berücksichtigen.

Der KindergerechtigkeitsCheck des Kinderbüros soll diesen Prozess unterstützen. In einer ersten Phase wurden mit Pilotgemeinden einzelne Schritte erhoben und werden auch Befragungen von Kindern durchgeführt.

„Die zentralen Aufgaben des KindergerechtigkeitsChecks bestehen für die Gemeinde darin, ihre Entscheidungen auf die Auswirkungen für Kinder zu prüfen und  in ihren Entscheidungen die Kinderrechte (Kindeswohl, Beteiligung, …) entsprechend zu berücksichtigen.“ So Projektleiter MMag. Thomas Plautz vom Kinderbüro. In der Endversion soll damit den Gemeinden ein Tool zur Verfügung gestellte werden, dass diesen Prozess effektiv und kinder-(rechte)orientiert ermöglicht.

Für das 2. Halbjahr 2021 sind Kooperationen mit einzelnen Gemeinden zu konkreten Fragestellungen in der jeweiligen Gemeinde geplant. Für diesen 2. Pilotphase können in einigen wenigen Gemeinden Prozessteile kostenfrei durchgeführt werden.

Um interessierten Gemeinden ein konkretes Bild des KindergerechtigkeitsChecks zu vermitteln wird das Kinderbüro noch im Juni eine Online-Veranstaltung zu diesem Thema organisieren. Interessierte Gemeindevertreter*innen, Multiplikator*innen und Bürger*innen wenden sich direkt an thomas.plautz@kinderbuero.at oder 0650/41 39242.

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