Trampolinspringen macht Spaß und fördert die Beweglichkeit, aber birgt auch Verletzungsgefahren. Von der Verantwortung der Eltern und was sonst zu beachten ist...

Bewegung stellt einen der zentralsten Punkte für die Entwicklung von Kindern dar, ist gesundheitsfördernd und stärkt die Gemeinschaft. Daher sollte Bewegung in jeder Familie einen hohen Stellenwert haben! Natürlich birgt Bewegung auch Gefahren, wie Verletzungen, aber mit ein paar Hintergrundinformationen und ein wenig Vernunft, kann der Spaß im Vordergrund stehen und das Risiko minimiert werden.

Kinder an sich sind in Ihrer Begeisterung und ihrem Tatendrang natürlich nicht immer umsichtig, daher plädieren wir hier für ELTERLICHE VERANTWORTUNG! und möchten mit unserer Blog-Reihe „BEWEGUNG – MIT UMSICHT DER ELTERN“ Eltern auf Gefahren hinweisen und Tipps zur Vermeidung von Verletzungen anführen. Denn KEINE Bewegung ist eine noch größere Gefahr!

 

Thema  Nr. 1:  TRAMPOLINSPRINGEN

Nun startet   wetterbedingt mit etwas Verspätung – die Outdoorsaison im Garten und so manches Trampolin ist schon vorbereitet für eine hoffentlich lange, spaßige und unfallfreie Saison.

„Es ist einfach nur toll, wenn ich durch die Lüfte fliege und ich die verschiedene Figuren ausprobieren kann“ (Lukas, 10 Jahre).

Die gute Laune lässt sich auf die ganze Familie übertragen, denn auch Erwachsene können mitspringen und die gesundheitlichen Vorteile nutzen. Doch damit die Freude nicht dem Verletzungspech weichen muss, empfehlen ExpertInnen einige Regeln zu beachten.

Der Präsident von "Große schützen Kleine" Univ.-Prof. Dr. Holger Till  meint:

„Trampolinspringen macht Riesenspaß und ist ein ausgezeichnetes Training für Muskelkraft, Koordinationsfähigkeit und Geschicklichkeit – also für vieles, was wichtig ist, um schwere Unfälle zu verhindern. Dennoch verletzen sich fast 10.000 Kinder jährlich beim Trampolinspringen. Kenntnisse und Regeln können einen guten Teil dieser „unnötigen“ Unfälle, die leider immer wieder mit schweren Verletzungen einhergehen, verhindern. Besucht einen Trampolinkurs und haltet folgende 10 Regeln ein…“


1. Immer nur einer am Trampolin
2. Kein Springen von Kindern unter 3 Jahren
3. Feder-Polsterung und Sicherheitsnetz anbringen
4. Trampolin regelmäßig auf Schäden prüfen
5. Trampolin auf ebener und harter Fläche aufstellen
6. Keine Gefahrenquellen rund ums Trampolin
7. Nicht mit Schuhen springen
8. Saltos nicht ohne professionelle Hilfe springen
9. Kinder nur unter Aufsicht springen lassen
10. Mit Hausverstand und Respekt Trampolinspringen

[aus dem Buch „Sicher Trampolinspringen“ von Dieter Hayn und Pia Zottmann, Meyer & Meyer Verlag]

Die angeführten Regeln sind sicherlich nützlich und gut und ich befürworte diese Bewusstseinsbildung. Sie sind aber oftmals in der Praxis nicht realisierbar. Es liegt in der Verantwortung DER ELTERN individuell und situationsabhängig zu entscheiden, was erlaubt ist.  Ich möchte im Namen der Kinder die Eltern bitten diese Verantwortung auch wahrzunehmen, sie kennen ihre Kinder am besten!

Und schlussendlich noch zu Trampolinanlagen wie „Flip-Lap“ oder „Jump 25“: Wären nicht verpflichtende bewusstseinsbildende Einschulungen notwendig?  Statt zu sagen:  „Bei uns ist das eher frei und selbsterklärend und da alles gepolstert ist, kann quasi eh nix passieren!“? Die Zahlen der verletzten Kinder in den Krankenhäusern sprechen klar eine andere Sprache.

 

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Über die Autorin/den Autor:

Thomas Plautz

MMag.

Thomas leitet das Kinderbüro. Er stellt sich oft die Frage, wie etwas aus Sicht der Kinder zu beurteilen ist. Er mag deren Spontanität und Ehrlichkeit und möchte die Zukunft so gestalten, dass sich Kinder in ihr wahrgenommen, geborgen und geschätzt fühlen. Diese Arbeit ist immer spannend und abwechslungsreich.

Eins, zwei, drei... HOOOCH IN DIE LUUUUFFFT!