Wie Kinder, ihre Bedürfnisse und Rechte durch die Krise gestärkt werden könnten

Die Maßnahmen der Krise werden mehr und mehr zurückgefahren, Risiken bleiben, die weiteren Auswirkungen werden erst sichtbar werden.

Aus den Erfahrungen der letzten Monate heraus, können wir uns auf dem Weg in die nähere Zukunft, die natürlich geprägt ist von vielen offenen Fragen, mit dem Vorsatz machen: „So schnell wie möglich, muss alles so werden wie vorher!“, denn wir wissen ja, wie es „damals“ war und dort wollen wir wieder hin.

ODER: Wir nehmen die Erfahrungen, halten vielleicht einmal inne und überlegen: „Was sollte unbedingt so werden wie früher? Was sollte unbedingt anders werden? Worauf möchte ich, möchten wir, zukünftig besonders achten?“

Machen wir ein Chancenfenster auf!

Dann, und nur dann geht ein Chancenfenster auf, das uns emotional bereichern und persönlich weiterentwickeln wird. Dadurch können dann ganz neue, visionäre Perspektiven entwickelt werden.

  • So könnte das Thema Bildung sich zunehmend an inhaltlichen und sozialen Werten orientieren.
  • Betreuung und Bildung könnten jene Relevanz bekommen, die ihrer Zielsetzung, junge Menschen zu gesellschaftlich bewussten Persönlichkeiten zu entwickeln, gerecht wird.

  • So könnte im Bereich der Familie, das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Nähe, in physischer und psychischer Sicht, von Sicherheit und Geborgenheit im Sinn von Verlässlichkeit dazu führen, dass wir anstatt „zurück“, zu einer neuen Qualität an Verantwortungsbewusstsein für die Kinder und ihren Bedürfnissen kommen.

  • So könnte im Bereich der Umwelt, des Verkehrs, des Wohnraumes und der Gesundheit ein neues Bild entstehen, das sich an Chancen für zukünftige Generationen, an Qualität statt Quantität und an Gemeinwohl statt Egoismus orientiert und damit den Kindern jene Perspektiven gibt, die sie jetzt bereits zum Teil lautstark einfordern.

Diese Veränderungen, die wahrscheinlich langfristig zum Wohle aller entstehen würden, brauchen aber JETZT den WILLEN zu einer bewussten Auseinandersetzung und (Selbst)-Reflexion, das VERTRAUEN, dass Veränderungen etwas positiven bewirken können und den MUT diese Schritte aktiv zu setzten, statt im allgemeinen Sog des „so schnell wie möglich das Niveau von damals erreichen“ zu erliegen.

In diesem Sinne an jeden Einzelnen gerichtet: Verändern wir die Welt für eine langfristige Zukunft Kinder dieser Welt!

Erstellt am 25.06.2020

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Über die Autorin/den Autor:

Thomas Plautz

MMag.

Thomas leitet das Kinderbüro. Er stellt sich oft die Frage, wie etwas aus Sicht der Kinder zu beurteilen ist. Er mag deren Spontanität und Ehrlichkeit und möchte die Zukunft so gestalten, dass sich Kinder in ihr wahrgenommen, geborgen und geschätzt fühlen. Diese Arbeit ist immer spannend und abwechslungsreich.

Ohrfeigen tun weh.